So bereitest du dich optimal vor
Ein großartiges Permanent-Make-up-Ergebnis beginnt nicht erst im Studio – es beginnt mit deiner Vorbereitung. Die Beschaffenheit deiner Haut am Behandlungstag beeinflusst direkt, wie gut die Pigmente aufgenommen werden und wie gleichmäßig das Ergebnis wird.
Hier sind die wichtigsten Vorbereitungstipps:
- Kein Alkohol 24 Stunden vor dem Termin: Alkohol verdünnt das Blut und kann zu verstärkten Blutungen während der Behandlung führen, was die Pigmentaufnahme beeinträchtigt.
- Keine blutverdünnenden Medikamente: Sofern medizinisch vertretbar, sollten Aspirin, Ibuprofen oder ähnliche Mittel 48 Stunden vorher nicht eingenommen werden. Besprich dies immer mit deinem Arzt.
- Kein Solarium und keine intensive Sonne: Mindestens 2 Wochen vorher. Sonnengeschädigte oder stark gebräunte Haut nimmt Pigmente schlechter auf.
- Keine Retinol-Produkte oder AHA/BHA-Peelings: Mindestens 2 Wochen vorher absetzen. Diese Wirkstoffe machen die Haut dünner und empfindlicher.
- Kein Waxing, Threading oder Zupfen: Mindestens 3 Tage vor der Behandlung im Augenbrauenbereich – die Haut muss beruhigt sein.
- Medikamente mitteilen: Informiere deine PMU-Artistin über alle Medikamente, die du einnimmst – einschließlich pflanzlicher Präparate und Nahrungsergänzungsmittel.
Was am Behandlungstag zu beachten ist
Der Behandlungstag selbst sollte möglichst stressfrei und gut geplant sein. Ein paar einfache Dinge können den Ablauf und das Ergebnis positiv beeinflussen:
- Komm mit sauberer, natürlicher Haut: Kein Make-up, keine Creme, kein Selbstbräuner auf dem Behandlungsbereich. Die Haut sollte frisch gewaschen und frei von Produkten sein.
- Iss vorher eine ausgewogene Mahlzeit: Dein Blutzucker sollte stabil sein. Das hilft gegen Schwindel und macht die Behandlung angenehmer.
- Plane genügend Zeit ein: Hetze nicht. Die Behandlung selbst dauert je nach Bereich 1,5 bis 3 Stunden, inklusive Beratung und Vorbereitung.
- Sei ehrlich im Beratungsgespräch: Teile deine Wünsche, Bedenken und Erwartungen offen mit. Eine gute PMU-Artistin nimmt sich die Zeit, alles zu besprechen, bevor die Nadel zum Einsatz kommt.
- Vertraue dem Prozess: Die Vorzeichnung wird gemeinsam erarbeitet und erst begonnen, wenn du zufrieden bist. Du hast jederzeit die Möglichkeit, Änderungen zu besprechen.
Die ersten 7 Tage nach der Behandlung
Die erste Woche nach der Behandlung ist entscheidend für ein optimales Ergebnis. Die Haut heilt und die Pigmente setzen sich – dieser Prozess braucht Sorgfalt.
- Sanfte Reinigung: Reinige den behandelten Bereich morgens und abends vorsichtig mit lauwarmem Wasser und einem milden, parfümfreien Reinigungsmittel. Nicht rubbeln.
- Pflegecreme dünn auftragen: Verwende nur die von deiner Artistin empfohlene Pflegecreme. Zu viel Creme kann die Heilung behindern – eine hauchdünne Schicht genügt.
- Kein Wasser auf der Behandlungsfläche: Vermeide langes Duschen direkt auf dem Bereich, kein Schwimmen, keine Dampfbäder.
- Keine Sauna und kein intensiver Sport: Schweiß und Hitze können Pigmente ausschwemmen und den Heilungsprozess stören.
- Kein Make-up auf dem behandelten Bereich: Mindestens 7 bis 10 Tage lang kein Make-up, keine Cremes und keine Seren auf der pigmentierten Stelle.
- Nicht kratzen oder pulen: Krusten und Schorf gehören zum Heilungsprozess und müssen natürlich abfallen.
Langzeitpflege für dauerhaft schöne Ergebnisse
Auch nach der vollständigen Abheilung kannst du aktiv dazu beitragen, dass dein Permanent Make-up möglichst lange schön bleibt:
- Sonnenschutz ist das A und O: UV-Strahlung ist der größte Feind deines PMU. Sie lässt Pigmente schneller verblassen und kann Farbverschiebungen verursachen. Trage täglich SPF 30 oder höher auf den pigmentierten Bereich auf – auch im Winter.
- Aggressive Hautpflege vermeiden: Produkte mit Retinol, Glykolsäure, Vitamin C in hoher Konzentration oder starke Peelings können die Pigmente schneller abbauen. Verwende sie nicht direkt auf dem behandelten Bereich.
- Regelmäßige Auffrischung planen: Je nach Hauttyp und Lebensstil ist eine Auffrischung alle 1,5 bis 3 Jahre sinnvoll, um Farbintensität und Form zu erneuern.
- Beobachte Farbveränderungen: Wenn du merkst, dass sich die Farbe verschiebt, sprich frühzeitig mit deiner Artistin. Eine rechtzeitige Korrektur ist einfacher als eine spätere Überarbeitung.
Häufige Fehler, die das Ergebnis beeinflussen
Trotz bester Absichten machen viele Kundinnen in der Heilungsphase Fehler, die das Ergebnis beeinträchtigen können. Die häufigsten:
- Krusten abkratzen: Der Nummer-eins-Fehler. Er kann Pigment herausziehen, zu fleckigen Ergebnissen führen und im schlimmsten Fall Narben hinterlassen.
- Zu früh in die Sonne: Sonneneinstrahlung in den ersten Wochen kann die Farbe verändern und die Heilung stören. Auch indirekte Sonne ist zu meiden.
- Falsche Produkte verwenden: Nicht jede Creme ist geeignet. Verwende ausschließlich die empfohlenen Pflegeprodukte – auch gut gemeinte Hausmittel können schaden.
- Den Touch-up-Termin überspringen: Der Auffrischtermin ist Teil des Prozesses, nicht optional. Er sichert ein gleichmäßiges, langlebiges Ergebnis.
- Ungeduld: Die Heilung dauert 4 bis 6 Wochen. Das endgültige Ergebnis vorher zu beurteilen führt nur zu unnötiger Sorge.